Stiftung Valentina — Ein Interview

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Interviewpartner: Kurt Peter, Vorstand

Themenfelder der Stiftung: Gesellschaft

Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Stiftung Valentina besteht gerade einmal 15 Monate und unterstützt schwerst- und sterbenskranke Kinder und deren Familien, damit diese Kinder den letzten Lebensabschnitt medizinisch voll versorgt zu Hause im Kreis ihrer Familien und Freunde verbringen können. Dafür kooperiert die Stiftung Valentina mit dem mobilen Kinderpalliativteam PalliKJUR der Uniklinik Ulm, das 2016 gegründet wurde. Als erstes wurden Sponsoren für 3 Einsatzfahrzeuge angeworben, da das PalliKJUR-Team allein 2016 über 40.000 km mit Privat-Pkw fahren mußten, denn es werden sieben Landkreise versorgt.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Im April 2016 verstarb Valentina Peter im Alter von 13 Jahren an der Uniklinik Ulm. Sie hatte 12 Monate lang gegen ihren Tumor gekämpft und den Kampf am Ende verloren. Valentina hat diese 12 Monate mit einer unglaublichen Zuversicht, Kraft und Mut verbracht, daß die Eltern beschlossen, aus dem familiären Desaster etwas Positives für andere Kinder in ähnlichen Situationen zu machen. 3 Monate später wurde die Stiftung Valentina gegründet.

Ohne meine/unsere Stiftung...

... wäre das Leiden und Sterben von unserer Valentina nicht fruchtbar geworden

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

... möglichst viele Freunde, Förderer, Sponsoren, die uns helfen, anderen schwerstkranken Kindern den letzten Lebensabschnitt zu Hause verbringen zu können.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

… wärmer, menschlicher, sozialer... Sie verknüpfen persönliches Engagement mit gesellschaftlichen Bedürfnissen

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Neben den vielen Freunden, Förderern und Sponsoren, die wir kennen gelernt haben, ist die Tatsache sehr beeindruckend, daß wir durch den offenen Umgang mit dem Tod unserer Tochter vielen Anderen offenkundig helfen, die ähnliches erlebt haben und versuchen, es zu verdrängen, was aber offenkundig nicht möglich ist.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Nachdem 2017 das Jahr der materiellen Ausstattung des PalliKJUR-Teams war (Einsatzfahrzeuge, Schmerzmittelpumpen, Borschüren etc.), steht 2018 die personelle Aufstockung des Teams auf dem Plan.