Stiftung TIBETER FAMILIEN HILFE (TFH) — Ein Interview

Interview
Patenkinder unseres Projekts TFHN in der Buddha Academy in Kathmandu

Interviewpartner: Karin Berger, Vorstandsvorsitzende

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Wir helfen bedürftigen Exiltibetern in Nepal in Form von: Vermittlung persönlicher Patenschaften zur Ausbildung ihrer Kinder, Unterstützung Tibetischer Insitutionen wie Schulen, Kindergärten und Altenheimen in Kathmandu und Pokhara. Des weiteren unterstützen wir die Bevölkerung eines auf 4000m Höhe gelegenen Dorfes in Ost-Tibet, die hygienischen Verhältnisse im Dorf zu verbessern. Zur Zeit befinden sich dort Duschhäuschen im Bau. 20 Brunnen konnten bereits in Betrieb genommen werden.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Stiftung ist die Nachfolgerin, des vor 20 Jahren gegründeten, gleichlautenden Vereins, mit Sitz in Davos / Schweiz. Als ich im Jahre 1991 das Patenschaftsprojekt TFHN und 6 Jahre später den dazu gehörigen Verein TFH gründete, lebte ich in der Schweiz. Nun bin ich zu meinen Wurzeln in Bayern zurückgekehrt und bin glücklich, dass unsere Arbeit für die bedürftige Tibetische Bevölkerung mit der neuen Stiftung weiter geht. Noch immer wird unsere Mithilfe in Nepal und Tibet dringend benötigt.

Ohne meine/unsere Stiftung...

wäre die Lebenssituation für viele bedürftige Exiltibetische Familien wesentlich schwieriger.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

dass wir in den kommenden 10 Jahren noch viele Menschen finden, die unsere Arbeit finanziell mit unterstützen.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

reicher... sie förden das Gefühl für Mitmenschlich- und Zusammengehörigkeit

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Als während meines Besuches in einer unserer Partnerschulen in Kathmandu, im Büro ein junger Mann auf mich zu kam und zu mir sagte: " Sie werden mich wohl nicht mehr kennen, ich war ihr erstes Patenkind, dass sie vermittelt haben". Er war etwa 23 Jahre alt und der neue Patenschaftssekretär der Schule. Im Alter von 7 Jahren hatten wir ihn als erstes Kind unseres Patenschaftsprojekts vermittelt.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Wir möchten die Dorfentwicklung in Ost-Tibet weiter voran bringen, wieder vermehrt Paten für bedürftige Schüler/innen und Studenten/innen, sowie Mönche und Nonnen finden und eine Tibetische Schule in Pokhara, die hauptsächlich Kinder aus entlegenen Bergregionen aufnimmt, finanziell begleiten.