Stiftung Neue Energie — Ein Interview

Interviewpartner: Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft und Soziales, Umwelt

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die gemeinnützige Stiftung Neue Energie sammelt Mittel und fördert Projekte, die zu einer Balance von Energiebedarf und der Schonung der Umwelt beitragen. Sie setzt sich für dezentrale, bürgernahe und zukunftsfähige Modelle der Energieversorgung ein. Zweck der Stiftung ist außerdem Umwelt-, Natur und Klimaschutz in Deutschland und weltweit im Zusammenhang mit Atomausstieg und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern oder selbst operativ durchzuführen.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Stiftung Neue Energie wurde 1997 anlässlich des Stromnetzkaufes in Schönau im Schwarzwald gegründet. Dort hatten sich Bürgerinnen und Bürger - beeinflusst von der Katastrophe in Tschernobyl - entschlossen, für eine Stromversorgung ohne Atomstrom einzutreten und ein bürgereigenes Energieversorgungsunternehmen zu gründen. Daraus entstanden die Elektrizitätswerke Schönau. Um das Stromnetz zu kaufen, gründete die GLS Treuhand 1997 die Stiftung Neue Energie.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Ganz klar die noch bis zum 3. Oktober 2017 laufende Ausschreibung von einer halben Million Euro für eine Partnerorganisation, mit der zusammen wir die nationale CO2-Bepreisung bis 2020 gemeinsam schaffen wollen. Hier wollen wir ein starkes Signal aus der Zivilgesellschaft für den Klimaschutz setzen. Infos dazu gibt es unter www.stiftung-neue-energie.de/co2-abgabe oder https://blog.gls.de/allgemein/unsere-wahl-die-co2-abgabe/

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Ein großes Augenmerk in 2018 wird sicherlich auf der beginnenden Umsetzung des Projektes „nationale CO2-Abgabe“ und der Zusammenarbeit mit der ausgewählten Partnerorganisation liegen. Weiterhin möchten wir natürlich an uns gerichtete Förderanfragen bedienen und hoffen auf weitere Spenden und Zustiftungen für unsere Arbeit.