Stiftung Mecklenburg — Ein Interview

Interviewpartner: Dr. Ulrike Petschulat, Geschäftsführerin

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft und Soziales, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Gemäß Stiftungszweck kümmert sie sich insbesondere um die Pflege und Förderung der Identität Mecklenburgs und der Mecklenburger. Die Stiftungsarbeit steht auf drei Säulen:
Das ist die museale Sammlung, die in Ausstellungen gezeigt wird, die Herausgabe von Büchern und Schriften und die Projektarbeit in Form von Kooperationen mit Partnern in Mecklenburg.  

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Stiftung ist von Menschen gegründet worden, die Mecklenburg vor dem Mauerbau 1961 verlassen mussten und nach Schleswig-Holstein kamen.
Dort war ihre neue Heimat, sie hatten ihr Herz aber in Mecklenburg und gründeten als Landsmannschaft die Stiftung Mecklenburg.  Sie trafen sich dort oft und sammelten auch Kulturgut Mecklenburgs. Nach der politischen Wende war das Exil obsolet. Es folgte die Sitzverlagerung in die Heimat nach Schwerin und zugleich eine Neuausrichtung der Stiftungsarbeit.

Ohne meine/unsere Stiftung...

wäre die Kultur- und Geschichtsarbeit des Landes ärmer.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

viele interessierte neue Freudeskreis-Mitglieder.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

bunter und reicher.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Der 45. Stiftungsgeburtstag war reich angefüllt mit guten Begegnungen. Nach einer Andacht in der nahen Schelfkirche gab es im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais ein fröhliches Programm mit plattdeutschen Liedern durch eine Kinderchor. Björn Engholm hielt ein beeindruckendes Referat über den Norden als Heimat, das die Stiftung auch als Sonderdruck herausbringt. Im Garten des Schleswig-Holstein-Hauses gab es noch einen wunderbaren Nachmittag der Begegnung mit verschiedenen tollen Vorführungen

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Die Stiftung hat einen Arbeitsplan, nach dem Ausstellungen, Buchvorhaben und Kooperationen einen bunten Strauß an Angeboten bereit hält. Das größte derzeitige Projekt ist die Kulturguide App "Mecksikon", ein geodatenbasiertes App-Lexikon für für Denkmale, Kunst, Gedenksteine, Mühlen, Sagensteine ... in Wort Bild, wo's geht in Audio und Video. Für den Landkreis  Nordwestmecklenburg wurde die App erfolgreich produziert, für 2019 sind wir gespannt, ob Mecksikon auch landesweit "app" geht.