Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Annhalt — Ein Interview

Projekttag in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin

Interviewpartner: Kai Dr. Langer, Stiftungsdirektor

Themenfelder der Stiftung: Bildung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Als Einrichtungen der historisch-politischen Bildung tragen die Gedenkstätten dazu bei, die Besucherinnen und Besucher zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte zu befähigen.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Unsere Stiftung wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, die in ihrer Trägerschaft befindlichen Gedenkstätten dauerhaft als würdige Orte des Trauerns und Gedenkens an die Verfolgten der nationalsozialistischen Diktatur bzw. der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur zu erhalten. Darüber hinaus hat die Stiftung den gesetzlichen Auftrag, zur Verbreitung von Kenntnissen über historische Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen in den Jahren 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989 beizutragen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

fehlte der Gedenk- und Erinnerungskultur in Sachsen-Anhalt eine wichtige Säule.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Arbeit der Gedenkstätten.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

vielfältiger und lebendiger, indem sie bürgerschaftliches Engagement fördern.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Als sehr intensiv empfinde ich Begegnungen mit den Opfern politischer Gewaltherrschaft und deren Angehörigen. Dass sich viele von ihnen auch in der historisch-politischen Bildungsarbeit der Stiftung engagieren, erachte ich als ein großes Geschenk, das mich mit Respekt und Dankbarkeit erfüllt.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Derzeit arbeiten wir an der baulichen Fertigstellung des neuen Besucher- und Dokumentationszentrums der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen, das im nächsten Jahr der Öffentlichkeit übergeben werden soll. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls und der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze planen wir die Umgestaltung des Außengeländes der Gedenkstätte Deutsche Teilung und des Grenzdenkmals Hötensleben.