Stiftung EVZ — Ein Interview

Interviewpartner: Dr. Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft, Internationales

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Stiftung EVZ unterstützt Projekte der werteorientierten Zivilgesellschaft, in der Hauptsache in Mittel- und Osteuropa, Israel und den USA. Wir fördern Projekte im Bereich historisch-politische Bildung, Menschenrechte, Demokratie und humanitäre Hilfe. Darüber hinaus versuchen wir uns immer wieder an neuen Formaten des Förderns, um in unserer Tätigkeit als Förderinstitution zivilgesellschaftlich brennender Fragestellungen aktuell und glaubhaft zu bleiben.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Das primäre Ziel war von 2000 bis 2007, die Auszahlungsprozesse an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs durchzuführen. Die Förderung von Projekten zu Menschenrechten und Völkerverständigung ist der zweite Auftrag, den wir dauerhaft ausführen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

...wäre NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern die öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit verwehrt geblieben. Wir setzen diese Arbeit fort, indem wir vornehmlich Projekte mit jungen Menschen zur Stärkung der Zivilgesellschaft fördern.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

...dass Vorurteile und Menschenrechtsverletzungen bald keine Rolle mehr spielen und unsere Arbeit damit ein Stück weit obsolet wird.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

lebendiger

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Als ich im Projekt #disruptpopulism junge Leute traf, die unglaublich motiviert, kreativ und engagiert an Ihren Projekten arbeiten. Das Projekt möchte dem Populismus im Netz weltweit entgegenwirken.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Wir bauen gerade ein Accelerator Programm auf, mit dem wir digitale Initiativen für Menschenrechte und Demokratie unterstützen möchten. Wir wollen sichergehen, dass wir die Bedürfnisse der Menschen erreichen. Außerdem erhoffen wir uns, neue Erfahrungen im zeitgemäßen Fördern zu sammeln und daraus zu lernen und zu wachsen.