Stiftung Deutsche Leukämie&Lymphom-Hilfe — Ein Interview

Interview

Interviewpartner: Jessica Stoltze, Fundraising & Öffentlichkeitsarbeit

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Stiftung Deutsche Leukämie-& Lymphom-Hilfe setzt sich bundesweit für Blutkrebspatienten ein. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen dabei auf der Verwirklichung ihrer Ziele:
• Förderung der Selbsthilfe
• Unterstützung der Forschung
• konkrete Hilfe in Einzelfällen

In diesem Jahr hat die Stiftung bereits 14 Blutkrebspatienten in wirtschaftlicher Not geholfen. Ein Sportprojekt, bei dem die Lebensbedingungen von Betroffenen verbessert werden, wurden durch die Stiftung gefördert.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Im Jahr 2010 hat der Verein Deutsche Leukämie-& Lymphom-Hilfe die Stiftung gegründet, um Blutkrebspatienten noch besser unterstützen zu können. Dies geschieht von Beginn an unabhängig und ohne Pharma-Gelder.
So konnten auch die Aktivitäten ausgebaut werden: neben der Unterstützung der Selbsthilfegruppen und der Veröffentlichung laienverständlicher Broschüren, übernimmt die Stiftung auch die Förderung von Forschungsprojekten und Einzelpersonen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

hätten Blutkrebspatienten kaum laienverständliches Infomaterial.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

weitere Forschungsprojekte, die die Stiftung unterstützen kann und die die Lebenschancen von Patienten verbessern.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

auf Menschen aufmerksam, die die Unterstützung der Gemeinschaft benötigen.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Hinter jedem Antrag auf finanzielle Unterstützung steckt eine bewegende Geschichte. Diejenigen, die die Stiftung um Hilfe bitten, sind unverschuldet aufgrund ihrer Erkrankung in eine wirtschaftliche Not geraten. Oft sind von dem Schicksal dann ganze Familien beeinträchtigt. So auch bei Herrn Uguz - der Vater von 3 Kindern leidet seit seiner Stammzelltransplantation unter einer schweren Muskelschwäche. Mit einem E-Trike von der Stiftung kann er dennoch wieder Ausflüge mit seinen Kindern machen.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Jährlich werden etwa 2.200 Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren mit Blutkrebs diagnostiziert. Sie sind dieser zusätzlichen Belastung, keine eigenen Kinder mehr bekommen zu können, ausgesetzt. Ab Weihnachten 2017 wollen wir jungen Blutkrebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, die Chance auf eine Familie bewahren. Wir übernehmen daher unter bestimmten Voraussetzung die Kosten für die fruchtbarkeitserhaltenden Maßnahmen.