RheinFlanke gGmbH — Ein Interview

Interview
Sebastian Koerber, Geschäftsführer RheinFlanke gGmbH

Interviewpartner: Sebastian Koerber, Geschäftsführer

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die RheinFlanke gGmbH wurde 2006 in Köln gegründet und ist heute Trägerin für Jugendarbeit und Flüchtlingshilfe an acht Standorten in ganz Deutschland. In den vielfältigen Angeboten der gemeinnützigen Organisation werden Sport und Bewegung gezielt eingesetzt, um jungen Menschen soziale Kompetenzen zu vermitteln, sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken und fit zu machen für Ausbildung und Beruf.
Eine wesentliche Rolle im Finanzierungsmix spielt dabei die Projektumsetzung mit und für Stiftungen.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Zwei engagierte Netzwerker und erfahrene Sozialarbeiter aus der Jugend- und Kulturarbeit gingen auf die Suche nach innovativen Konzepten in der Jugendhilfe. Sie fanden den Sport als Motor sozialer Prozesse. In NRW schien dieses Feld der sportbezogenen Sozialarbeit noch nicht institutionell besetzt zu sein. Verbunden mit einer eigenen fachlichen Vorstellung und Lösungsansätzen für die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen war „die Zeit reif“ hier zu investieren und loszugehen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

würden ein paar Flanken fehlen, die jungen Menschen helfen ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

nach nunmehr zwölf Jahren eine nächste Phase der finanziellen Konsolidierung.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

reicher an Ideen und Menschen mit Initiativ- und Überzeugungskraft.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Die RheinFlanke hat seit 2015 ein differenziertes Hilfesystem für jugendliche Flüchtlinge aufgebaut. Die persönlich berichteten Fluchterlebnisse berühren tief und es gibt natürlich auch Momente des Stolzes, wenn von uns betreute Jugendliche sich nach Jahren wieder melden und von ihren erfolgreichen Lebensverhältnissen berichten. Permanent bewegen das hohe Engagement und der selbstlose Einsatz unserer Mitarbeiter_innen.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Einen laufenden Prozeß der Organisationsentwicklung so abschließen, dass wir noch besser die Wirkung unserer Arbeit erfassen können, nachhaltige Instrumente der Finanzierung implementieren, die ein gesundes Wachstum und eine langfristige Perspektive für ein ungewöhnliches Sozialunternehmen bringen – und den Mitarbeiter_innen sichere Arbeitsplätze.