Koepjohann`sche Stiftung — Ein Interview

Interview

Interviewpartner: Janka Haverbeck, Vorstandsmitglied

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Koepjohann'sche Stiftung engagiert sich operativ und fördernd in den Bereichen Wohnungslosen,- Alten,- und Nachbarschaftshilfe sowie im Bereich der frühen Hilfen. Zurzeit entsteht die fünfte Einrichtung: Ein Wohn- und Beratungshaus für Frauen in Not in Berlin-Mitte.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Stiftung wurde von Todes wegen zum Wohle der Witwen und Waisen gegründet. In den neunziger Jahren konnte der Satzungszweck erweitert werden, so dass verbleibende Mittel ebenfalls für Bedürftige im Sinn des § 53 AO verwendet werden dürfen. Der Unternehmer Johann Friedrich Koepjohann hat Grundstücke und Immobilien hinterlassen. Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung sind dauerhafter Garant für die nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks.

Ohne meine/unsere Stiftung...

gäbe es deutlich weniger Angebote für besonders benachteiligte Menschen.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

weiterhin gutes Gelingen, die Wahrnehmung der Gesellschaft für die Bedürfnisse notleidender Menschen zu schärfen.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

reicher und bunter.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

In der Arbeit der Stiftung gibt es viele bewegende Erlebnisse. Dazu gehören lachende Kinder während ihrer Sommerreise, oder obdachlose Frauen, die sich in unserem Kieztreff engagieren und Wertschätzung erfahren. Auch die alte Dame, die sich nicht mehr ganz so einsam fühlt, seitdem sie regelmäßigen Besuch bekommt, gehört dazu. Immer wieder bewegend ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsführung und unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Im Februar 2019 werden wir das Wohn- und Beratungshaus für Frauen in Not eröffnen und hoffen, dass neben den 28 Wohnplätzen eine zusätzliche Notübernachtung für 10 obdachlose Frauen entstehen kann. Zudem feiert unser Frauentreffpunkt SOPHIE sein zehnjähriges Jubiläum. Wir planen einen neuen Internetauftritt und möchten weitere Ehrenamtliche und Kooperationspartner finden.