Frankf. Stift. f. dt.-ital. Studien — Ein Interview

Dott. Eleonora Bonacossa

Interviewpartner: Dott.ssa Eleonora Bonacossa, Mitglied im Vorstand

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Unsere Stiftung fördert die deutsch-italienischen Beziehungen auf kultureller, wissenschaftlicher und menschlicher Ebene. Dazu gehört die Förderung von Veranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Tagungen im Bereich von Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Politik und Gesellschaft) sowie die Förderung der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen (u.a. Zeitschrift "Italienisch"). Die Stiftung engagiert sich für den Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Frankfurter Stiftung für deutsch-italienische Studien wurde zur Förderung von größeren Projekten im Bereich der Wissenschaft und der Kultur durch die Deutsch-Italienische Vereinigung e.V. gegründet.
Ziel war es, einen festen Sitz als Haus für Italien in Frankfurt zu etablieren, der für Veranstaltungen, die dem deutsch-italienischen Austausch in europäischer Perspektive dienen, offen gehalten wird.

Ohne meine/unsere Stiftung...

…bestünde ein großes Vakuum in der Interaktion der beiden Kulturen, da die Stiftung seit vielen Jahren für einen kontinuierlichen Diskurs, bzw. einen regen Dialog/Austausch zwischen Italien und Deutschland verantwortlich ist.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

...immer wieder neue und aufregende Veranstaltungen, in denen interessante Personen aus den verschiedensten Bereichen die Herzen und den Verstand unseres Publikums mit starken Inhalten, Humor und Esprit erreichen.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

...bewusster und sensibler, indem sie dazu beitragen, dass Prinzipien wie soziales Engagement, Zivilcourage, Solidarität, Diversität, Respekt und Toleranz immer stärker in den gesellschaftlichen Diskurs und das Denken einfließen.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Im Rahmen einer Veranstaltung, in der es um Astrophysik ging, hatten wir keine Vorstellung, ob "so viel Wissenschaft" beim Publikum gut ankommt.
Am Ende war das ganze Team begeistert, fetszustellen, dass man zwar wissenschaftlich über Astrophysik sprechen kann, gleichzeitig aber auch humorvoll,
sehr authentisch sowie informativ und sogar emotional sein kann.

Dies persönlich zu erleben war sehr bewegend und ermutigend, weiterhin Events zu hoch wissenschaftlichen Themen zu organisieren.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Wir möchten noch stärker den deutsch-italienischen Dialog fördern und dazu beitragen, Vorurteile und Stereoptypen abzubauen. Die bilateralen Beziehungen sind außerordentlich starke Faktoren im gegenwärtigen Europa.
Hierzu wollen wir vermehrt mit anderen gleichgesinnten Institutionen auch international kooperieren und auf verschiedenen Gebieten hochkarätige Veranstaltungen anbieten.