Felix Burda Stiftung — Ein Interview

Die Vorsorge-Darmspiegelung hat bereits über 120.000 Todesfälle an Darmkrebs verhindert.

Interviewpartner: Carsten Frederik Buchert, Director Marketing & Communications

Themenfelder der Stiftung: Gesundheit und Sport

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Wir wollen, dass die Menschen in Deutschland gesund bleiben.
Deshalb engagieren wir uns für die Prävention von Darmkrebs, den zweithäufigsten und gleichzeitig einzig vermeidbaren Krebs in Deutschland.
Unsere Arbeit konzentriert sich auf Kommunikation (Werbung, PR, Events, Social Media), Lobbying, Studien und Pilotprojekte.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Felix Burda, der Sohn von Verleger Hubert Burda (BUNTE, Focus, Xing, Jameda) und seiner ersten Frau Christa Maar, starb mit 33 Jahren an Darmkrebs. Sein Wunsch war es, dass eine Stiftung in seinem Namen sich dafür einsetzt, dass anderen sein Schicksal erspart bleibt. Seinem Wunsch nach konnten bis heute rund 250.000 Neuerkrankungen und 120.000 Todesfälle an Darmkrebs seit 2002 verhindert werden. In diesem Jahr wurde nämlich die Vorsorgekoloskopie eingeführt.

Ohne meine/unsere Stiftung...

wäre es wohl 2002 nicht zur Einführung der gesetzlichen Vorsorgekoloskopie gekommen.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

dass wir irgendwann obsolet werden, weil alle Anspruchsberechtigten die Leistungen der Darmkrebsvorsorge wahrnehmen und der Darmkrebs dadurch keine Chance mehr bekommt.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

Punkt!

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Anja erkrankte 4 Monate nach der Geburt ihres Sohnes an Darmkrebs. Mit der langen Therapiephase und den Zusatzkosten auch für eine Tagesmutter, kam der finanzielle Einbruch. Unsere patientenhilfe darmkrebs hat ihr geholfen - jetzt ist die Familie wieder gesund und finanziell erholt. Taschentücher raus und hier Anjas Story ansehen: https://youtu.be/pH1zlnMX8XE

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Die Inzidenz bei den über 50 jährigen nimmt ab.
Aber immer mehr junge Menschen erkranken an Darmkrebs.
Daher soll unsere nächste Kommunikationskampagne zum Darmkrebsmonat März 2019 die jungen Gesunden in den Fokus rücken. Denn #esgibtkeinzujung !
#wasmachenstiftungen