ELSTATIK-Stiftung — Ein Interview

Interview

Interviewpartner: Günter und Sylvia Lüttgens, beide Pensionäre

Teilen

Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Der Name unserer Stiftung steht für das kleine aber hochinteressante Thema Statische Elektrizität, auch »elektrostatische Aufladung« genannt. Zweck unserer 1999 errichteten ELSTATIK-Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Elektrostatik. Der Stiftungszweck wird verwirklicht durch Finanzierung von Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet an Hochschulen, Universitäten und weiteren förderungswürdigen Einrichtungen. Die durch die Stiftung geförderten Arbeiten werden der Allgemeinheit durch Veröffentlichungen zugänglich gemacht.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Von Deutschland gingen 1937 die weltweit ersten Luftangriffe gegen die Bewohner einer spanischen Stadt aus. Es war Guernica, das völlig zerstört wurde. Als m April 1999 deutsche Bomber mit Auftrag der rot-grünen Regierung die Bewohner von Belgrad bombardiert wurden und der Außenminister Joschka Fischer sagte: leider sind 1400 Kollateral-Tote zu beklagen, meinten wir "Bomben auf Bürger" nicht verhindern zu können, aber wollten so wenig wie möglich dazu beitragen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

würde es weniger Fortschritte auf dem Gebiet der Elektrostatik geben.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

weniger kleinliche Gängelung durch das Finanzamt.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

interessanter.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Im Jahr 2002 wurden wir von einem Freund in Dresden darauf aufmerksam gemacht, dass sich in den Städtischen Sammlungen in Görlitz weitgehend unbeachtet Gerätschaften und Bücher aus der Barockzeit befinden. Darunter war Vieles aus dem Bereich der Elektrostatik, dem Vorläufer unserer jetzigen Elektrizität. Darunter war auch eine Vielzahl elektrostatischer Entladungsbilder, sog. "Lichtenberg-Figuren", wohlverwahrt, doch vergessen in den Schubladen einer großen alten Kommode. Wir haben mit unserer ELSTATIK-Stiftung, die sich über etwa 3 Jahre erstreckende Aufarbeitung, Instandsetzung und Katalogisierung finanziert. Dann kam uns der Gedanke, der Dame, die sich mit Begeisterung und Ausdauer damit beschäftigt hatte, nahezulegen, diese Arbeit zur Grundlage einer von unserer ELSTATIK-Stiftung geförderten Dissertation zu machen. Wohl wissend um den enormen Umfang einer solchen Arbeit, hat sie schließlich zugestimmt und an der Philosophischen Fakultät der TU-Chemnitz eine Möglichkeit gefunden, ei

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Unsere Stiftung in der bisherigen Art weiterzuführen, und an Gymnasien versuchen, Schüler bereits dort für die Thematik Elektrostatik zu interessieren.