Dr. Arthur Pfungst-Stiftung — Ein Interview

Interviewpartner: Maximilian Graeve, Geschäftsführer

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Wissenschaft und Forschung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung verwirklicht seit 1918 das geistige Erbe, das die Familie Pfungst hinterlassen hat: die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Erziehung. Sie fördert Studierende, denen es ohne finanzielle Unterstützung nicht möglich wäre, ein ihrer Begabung entsprechendes Hochschulstudium zu absolvieren. Zudem unterstützt die Stiftung ein Schülercafé in Frankfurt/M. sowie die Kita-Fantasia in Maintal. Außerdem verantwortet sie die Aufrechterhaltung der von Marie Pfungst gegründeten „Stiftung Marie Pfungst-Heim“ in Bad Homburg.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Der Sohn des Gründers der NAXIOS-UNION, Arthur Pfungst, setzte sich bereits 1885 dafür ein, dass umfassende Bildung – die nur wenigen möglich war – allen zugänglich wird. Er plante, das Vermögen des Unternehmens in eine Stiftung zu überführen, um sein Anliegen langfristig zu sichern. Als er 1912 unvermittelt verstarb, übernahmen seine Mutter Rosette und Schwester Marie die Leitung der NAXOS-UNION und führten seine Idee fort. Im August 1918 gründeten sie die Stiftung mit dem Ziel, „dem Wohl der Allgemeinheit durch Verbreitung von Bildung unter allen Schichten des Volkes“ zu dienen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

würde die freiwillige und aus voller Überzeugung geleistete finanzielle und persönliche Unterstützung aller Geförderten entfallen. Zahlreiche bundesweit an öffentlichen Hochschulen studierende junge Menschen, ganz gleich welches Studienfaches, könnten ihre Studien nicht reibungslos und zielgerichtet, oder gar nicht durchführen. Zudem bräuchten die Damen aus dem „Marie-Pfungst-Heim“ ein neues Zuhause.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

dass wir mit den vergebenen Stipendien weiterhelfen und jungen Menschen das Studium ermöglichen, die es sich sonst nicht hätten leisten können. Ich wünsche mir darüber hinaus, dass die Stiftung die Anzahl an Förderungen sowie ihre Aktivitäten weiter ausbauen kann und viele Stipendiaten auch noch nach der Förderungszeit der Stiftung verbunden bleiben.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

reicher und ermöglichen Chancen. Stiftungen haben einen konkreten Auftrag. Im Falle der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung investieren Förderer der Stiftung in Bildung und fördern damit die Gesellschaft nachhaltig. Sie stellen damit die Weichen für eine bessere Zukunft. Bildung ist ein elementarer gesellschaftlicher Wert, ohne den es keine Entwicklung gibt.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Sehr bewegend sind die Gespräche und der persönliche Austausch mit den Stipendiaten – jedes Mal aufs Neue, weshalb ein einzelnes Erlebnis den Studierenden nicht gerecht würde. Jeder Stipendiat bringt seine eigene Biographie mit. Bewundernswert sind der Wille der Studierenden zur Leistung und die Bereitschaft zum Engagement im persönlichen Umfeld. Bereichernd sind zudem der persönliche Bezug der Stipendiaten zur Stiftung und die Dankbarkeit für die individuelle und finanzielle Unterstützung während der Hochschulausbildung. Die Mehrheit der Stipendiaten der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung hat einen hohen internationalen, zum Teil auch interkontinentalen biographischen Hintergrund. Das nächste Zusammentreffen der Stipendiaten und Alumni steht kurz bevor. Es wird sicher wieder sehr bereichernd sein…

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Für die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung ist das Jahr 2018 ein besonderes: sie feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die Stiftung möchte mit ihren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen sowie ihr Wirkungspotential durch neue Projekte und die Vergabe von mehr Stipendien ausbauen. Für die Zukunftsfähigkeit der Stiftung ist es wichtig, bestehende Netzwerke auszubauen sowie Kontakte zu Unternehmen, Organisationen und Verbänden zu vertiefen. Eine weitere Aufgabe wird sein, neue Angebot