Deutsche PalliativStiftung — Ein Interview

Interviewpartner: Elke Hohmann, Geschäftsführerin

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft und Soziales, Gesundheit und Sport

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die DPS engagiert sich dafür, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, an einem vertrauten Ort, inmitten vertrauter Menschen, ohne körperliche Beschwerden und unter ganzheitlicher Betreuung sein Leben bis zum Ende leben zu können. Die DPS unterstützt schwerstkranke, sterbende Menschen, ihre Angehörigen und Familien, indem sie als Ansprechpartner zur Verfügung steht, finanzielle Unterstützung leistet und kostenfreies Info-Material anbietet.  

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Acht Frauen und Männer gründeten am 8. Mai 2010 in Fulda die Deutsche PalliativStiftung. Diese Gründungsstifter kamen beruflich aus den Bereichen Pflege, Medizin, Physiotherapie, Seelsorge und Betriebswirtschaft und machten sich gemeinsam stark für eine bessere Fürsorge für schwerstkranke und sterbende Menschen aller Altersstufen. 

Ohne meine/unsere Stiftung...

...würden weit wenigen Menschen gut palliativ versorgt werden. können.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

... eine noch bessere öffentliche Wahrnehmung.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

... sensibler für wichtige gesellschaftspolitische Themen.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Wenn man darum weiß, kann die letzte Lebensphase mit wirklich kleinen Dingen soviel würdiger gestaltet werden:
Zu erleben, wie das Lieblingsgetränk in Form eines Eiswürfels zur Mundpflege ein Strahlen in das Gesicht des jungen Mannes gezaubert hat, der sich nicht mehr artikulieren konnte, hat mich sehr berührt.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Wir müssen Geschichten erzählen - Geschichten über die Menschen, die durch Information und Aufklärung lebenswerte letzte Tage verbringen durften. Und über die Menschen, die bereit waren, sich darauf einzulassen, einen Angehörigen oder Freund zu begleiten. Leider hören wir immer wieder, dass unsere Informationen zu spät bei den Betroffenen ankommen.