Children for a better World — Ein Interview

© Children for a better World

Interviewpartner: Ulrike de Vries, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Children for a better World widmet sich zwei große Themen: dem Einsatz gegen Kinderarmut in Deutschland und der Förderung des sozialen Engagements von jungen Menschen. Umgesetzt werden die Ansätze mit Mittagstischen in Brennpunkt-Stadtteilen, mit Ausflügen für arme Kinder, dem CHILDREN Jugend hilft! Preis für soziales Engagement, Workshops für junge Engagierte und mit den CHILDREN Kinderbeiräten, in denen Kinder und Jugendliche über die Vergabe von Stiftungsmitteln entscheiden.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

1994 hatten unsere Gründer Gabriele Quandt und Dr. Florian Langenscheidt – damals Eltern von zwei kleinen Söhnen – das Bedürfnis, etwas abzugeben und anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Denn jedes Kind sollte die Möglichkeit erhalten, sein Potenzial unabhängig von seinen Startchancen zu entfalten. Kinder sollten somit das Herzstück der Organisation sein. Diese Grundidee trug zur Gründung des Vereins Children for a better World bei. 2007 riefen Gabriele Quandt und Dr. Florian Langenscheidt die gleichnamige Stiftung ins Leben, um die Arbeit des Vereins zu sichern.

Ohne meine/unsere Stiftung...

würden viele Kinder nach der Schule hungrig nach Hause kommen und nicht die nötige Förderung erhalten, die Kinder brauchen, um sich erfolgreich zu entwickeln.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

noch mehr Mitstreiter, die gemeinsam mit uns und mit Kindern zusammen eine bessere Zukunft für Kinder und Jugendliche gestalten.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

stark.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Wir hören regelmäßig von Kindern, die zu Hause wenig Aufmerksamkeit bekommen, deren Eltern alleinerziehend sind oder zwei Jobs parallel arbeiten, um die Familie über Wasser zu halten. Da bleibt oft wenig Zeit, sich um die Kinder zu kümmern, gemeinsam Hausaufgaben zu machen, zu kochen oder einen Ausflug in den Zoo zu unternehmen. Die Kinder, die unsere Einrichtungen besuchen, tragen eine für ihr Alter große Last. Es ist bewegend zu sehen, wie die Kinder durch unsere Unterstützung aufblühen. Da gibt es Kinder, deren Schulnoten sich verbessern, weil sie nicht mehr hungern müssen, sondern sich dank der Mahlzeiten beim CHILDREN Mittagstisch in der Schule und bei den Hausaufgaben besser konzentrieren können. Kinder, die erfahren, dass nicht nur Chips und Pommes schmecken, sondern auch Obst und Gemüse lecker sein können. Kinder, die mit dem CHILDREN Entdeckerfonds Schwimmen lernen. Jugendliche, die mit CHILDREN ein Auslandsjahr machen, eine neue Sprache und Kultur kennenlernen und den Austaus

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Bis zum 25-jährigen Jubiläum 2019 sollen unsere Programme langsam aber kontinuierlich wachsen, um noch mehr armutsbetroffene Kinder zu erreichen. Programmübergreifend sind CHILDREN Botschafter angedacht. So kann CHILDREN die Beziehung mit den geförderten Jugendlichen vertiefen, die z.T. aufgrund ihres Alters nicht länger gefördert werden können, aber weiter mit CHILDREN verbunden sein möchten. Als Botschafter können sie sich vernetzen und CHILDREN nach außen eine Stimme geben.