Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung — Ein Interview

Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung erinnert an einen der bedeutendsten deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts und trägt die Themen, die den Vordenker Schmidt bewegten, in die Zukunft. © dpa

Interviewpartner: Dr. Knut Nevermann, Vorstand Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft und Soziales, Internationales, Wissenschaft und Forschung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Sich Themen widmen, die Helmut Schmidt bewegten und bis heute aktuell sind: Was hält Europa (noch) zusammen? Was versöhnt Menschen und Märkte? Wie begegnet man dem Populismus von rechts und von links? Unsere Projekte: Schmidt-Dauerausstellung in Hamburg entwickeln, Positionen in die öffentliche Debatte einbringen, durch Veranstaltungen politische Bildung auch bei jungen Menschen fördern, Wohnhaus der Schmidts als Geschichtsort erhalten, wissenschaftliche Arbeit national und international fördern

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung ist vom Bundestag 2017 als eine der sechs überparteilichen Politikergedenkstiftungen eingerichtet worden und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Stiftungszweck ist es, an einen der bedeutendsten deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts zu erinnern und die Themen, die den Vordenker Schmidt bewegten, in die Zukunft zu tragen.

Ohne meine/unsere Stiftung...

gäbe es weniger Impulse, um der drohenden Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

dass es gelingt, die Positionen Helmut Schmidts weiter in die Gestaltung unserer Demokratie miteinzubringen.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

stärker. Sie gucken hin, greifen ein und gleichen aus.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Am bewegendsten war für mich, dass ich zu Beginn meiner Tätigkeit die privaten Wohn- und Arbeitsräume Helmut Schmidts ausgiebig besichtigen konnte. Nicht allein die Tatsache, dass es noch deutlich nach Zigarettenqualm roch hat mich beeindruckt sondern vor allem die Erkenntnis, wie kunstsinnig und universell interessiert Helmut Schmidt war.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Unsere aktuelle Arbeit steht ganz im Zeichen des 100. Geburtstages, den Helmut Schmidt am 23.12.2018 gefeiert hätte. Wir planen eine ganze Veranstaltungsserie: 16./17.11.2018 Transatlantikkonferenz „FOTAR2018“. 07.12.2018 Bundesfinanzminister Olaf Scholz präsentiert eine Sonderbriefmarke, Eröffnung Foto-Ausstellung „100 Jahre in 100 Bildern“ (bis Frühjahr 2019). Ende Februar/Anfang März 2019 internationales Fachsymposium „Europa Neu Denken“. Höhepunkt: Festakt in der Elbphilharmonie.