Bürgerstiftung Neukölln — Ein Interview

Sommerfest 2017 des Patenschaftsprojekts der Bürgerstiftung Neukölln

Interviewpartner: Friedemann Walther, Vorsitzender des Vorstands

Themenfelder der Stiftung: Bildung, Gesellschaft

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Die Bürgerstiftung Neukölln setzt sich seit mehr als 10 Jahren für ein friedliches und respektvolles Miteinander in unserem vielfältigen Bezirk ein. Mit unseren Kinder- und Jugendprojekten Neuköllner Talente und Mentorenprojekt Neukölln fördern wir gezielt Bildungs- und Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Zweimal jährlich unterstützen wir lokale Neuköllner Initiativen mit Mitteln aus unserem N+Förderfonds.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Weil wir auch an die Zukunft Neuköllns glaubten, als der Bezirk von manchen abgeschrieben wurde. Mit über 100 Gründungsstifterinnen und -stiftern haben wir 2005 die erste Stadtteil-Bürgerstiftung Deutschlands gegründet. Da galt Neukölln bundesweit als Problembezirk. Wir wollten den Fokus auf die Potentiale Neuköllns und das zivilgesellschaftliche Engagement legen. Daraus schöpfen wir Kraft, um den Zusammenhalt in unserer Einwanderungsgesellschaft zu stärken.

Ohne meine/unsere Stiftung...

wäre Neukölln um viele Begegnungen und Freundschaften ärmer, die in unseren Patenschaftsprojekten über die Jahre entstanden sind.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

viele engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für Kinder und Jugendliche, aber auch für ein respektvolles Miteinander starkmachen.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

zuversichtlicher, denn sie zeigen, dass und wie Veränderung zum Besseren möglich ist.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Es gibt zwei! Die Aufbruchstimmung beim Start, als uns bewusst wurde, dass die Zeit für eine Bürgerstiftung Neukölln gekommen war und sich Viele der Initiative anschlossen. Und: Die Begeisterung, als die ersten Neuköllner Talente und ihre Paten von ihren bereichernden Begegnungen erzählten. Das war ein gutes Gefühl: Unser Engagement wirkt.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Mit unseren Erfolgen Begeisterung wecken und neue Spenderinnen und Spender gewinnen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!