Breuninger Stiftung — Ein Interview

Interviewpartner: Helga Dr. Breuninger, Geschäftsführerin

Themenfelder der Stiftung: Gesellschaft, Internationales

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

„Beteiligung“ und "Placemaking" sind unsere Prozesskompetenzen, die wir Partnern aus der Zivilgesellschaft und Politik anbieten.  
Wir führen "Runde Tische" durch und qualifizieren in einem bundesweiten Ausbildungsgang Teilnehmer aus allen Sektoren.
Wir haben zwei Begegnungsorte in Kanada (Wasan Island) und Deutschland (Campus Paretz) geschaffen für Gruppen, die sich persönlich weiterentwickeln, ihre Beziehungen vertiefen, inhaltlich zusammenarbeiten sowie voneinander lernen wollen. 

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Heinz Breuninger, mein Vater, gründete die Stiftung, um als Innovationsmotor für die Gesellschaft zu wirken und Neues zu erproben.
Heinz Breuninger war wie Robert Bosch ein verantwortlicher Unternehmer und davon überzeugt, dass gesellschaftlicher Fortschritt erst in der gelingenden Zusammenarbeit von Bürgern mit der Politik entsteht. 

Ohne meine/unsere Stiftung...

gäbe es weniger Beteiligung, weniger Runde Tische, keine Begegnungsorte wie Wasan Island und den Campus Paretz und weniger Mut als Stiftungen mit Politik zu kooperieren.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

weiterhin die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg, der Region Havelland und unseren Stiftungspartnern.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

reicher und können dazu beitragen, mehr Menschen an Entscheidungen zu beteiligen.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Der Runde Tisch "Integration von Flüchtlingen" für die Bürgerstiftung Stuttgart. Vertreter der Stadt, IHK, Handwerkskammer, Porsche, Daimler, Ernst&Young, BW-Bank, Jobcenter, Bildungseinrichtungen haben zusammen überlegt, wie junge Flüchtlinge in Ausbildungsberufe kommen und haben dafür gemeinsam den Ausbildungscampus gegründet und finanziert. Die Stadt hat die Räume gestellt, Behörden und Firmen entsenden ihre Mitarbeiter, Kurse und Freizeitaktivitäten werden durchgeführt und Ausbildungsplätze vermittelt.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2018 vorgenommen?

Mit Stiftungspartnern, Wirtschaft und Kommune ein Haus der Zivilgesellschaft in Stuttgart zu etablieren, um das bürgerschaftlichen Engagement zu fördern, die Zusammenarbeit aller drei Sektoren in Projekten voranzubringen und darüber gemeinsam die Stadt zu stärken.