Stiftung Albumin-Carrier-Therapie — Ein Interview

Stiftung Albumin-Carrier-Therapie

Interviewpartner: Michael Denck, Geschäftsführender Gesellschafter

Themenfelder der Stiftung: Gesundheit und Sport, Wissenschaft und Forschung

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Konkret: Was macht Ihre Stiftung?

Wir engagieren uns zusammen mit Wissenschaftlern und Ärzten für die Weiterentwicklung einer nebenwirkungsarmen Form der Krebstherapie. Das Besondere an der Albumin-Carrier-Therapie ist leicht erklärt: Der Wirkstoff wird an das im Blut vorkommende Eiweiß Albumin gekoppelt und wie ein trojanischen Pferd unerkannt in den Tumor geschleust. Tumorzellen nehmen sehr viel Albumin auf, gesunde Zellen dagegen gar nicht. Auf diese Weise bleiben den Krebspatienten die Nebenwirkungen weitestgehend erspart.

Rückblick: Warum wurde die Stiftung gegründet?

Mit unserer Stiftung möchten wir die bisherigen Erkenntnisse aus Forschung und klinischen Studien zur Albumin-Carrier-Therapie weiter ausbauen und zur Anwendung bringen. Wir arbeiten eng mit dem Beirat unserer Stiftung zusammen, der sich aus Wissenschaftlern, Ärzten und Apothekern zusammensetzt. Unsere Arbeit ist spendenfinanziert, daher haben wir uns für die Gesellschaftsform einer gemeinnützigen GmbH entschieden.

Ohne meine/unsere Stiftung...

... würden die bisherigen Erkenntnisse für eine nebenwirkungsarme Krebstherapie nicht zur Anwendung kommen.

Für meine/unsere Stiftung wünsche ich mir...

... Spenden, da wir spendenfinanziert arbeiten.

Stiftungen machen die Gesellschaft...

... gesünder.

Persönliches: Was war Ihr bisher bewegendstes Erlebnis in Ihrer (Arbeit in der) Stiftung?

Sehr bewegend ist der Zuspruch und die Unterstützung für unsere Arbeit, die wir zum Teil von Unbekannten erfahren. Oft sind das Personen, die einen nahestehenden Menschen durch eine Krebserkrankung verloren haben und unsere Arbeit fördern möchten.

Ausblick: Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

Wir wollen im nächsten Jahr Studien zur Albumin-Carrier-Therapie zusammen mit Ärzten und Kliniken mit verschiedenen Wirkstoffen durchführen. Die Vorarbeiten hierfür haben wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen Laboren abgeschlossen. Für die Finanzierung dieser Studien suchen wir Spender. Jeder Betrag zählt und bringt neue Therapieoptionen schneller voran.